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Südasien und Südostasien :
Die benachbarten Regionen haben nicht nur eine lange gemeinsame Geschichte, sondern sind auch heute in vielerlei Hinsicht miteinander verknüpft und mit ähnlichen Entwicklungen, Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Diese "Süd-Süd-Beziehungen" stehen im Zentrum des Themenschwerpunktes ...
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Beschreibung: Das Mazar-e-Quaid, das Mausoleum des Staatsgründers Muhammad Ali Jinnah, ist das wohl berühmteste Wahrzeichen Karachis. Der umliegende Park, die großzügige Fläche und das imposante Marmorgebäude in dessen Mittelpunkt, sind tagtäglich für zehntausend Besucher eine willkommene Abwechselung von der Hektik und dem Treiben einer der größten Städte Südasiens. Das weiße, nachts illuminierte Mausoleum, kann kilometerweit gesehen werden. Das Mausoleum dient immer wieder als Veranstaltungsort nationaler Festlichkeiten. - Bilderinfos: Mazar-e-Quaid
Beschreibung: Der Staatsgründer Pakistans, Muhammad Ali Jinnah, ist wie überall in Pakistan gegenwärtig. Ob auf Geldnoten oder Portraits. Jinnah stammt zwar aus Karachi und ist auch hier in einem Mausoleum bestattet, jedoch hatte er politisch gesehen hier stets einen schweren Stand. Er zog es eher vor, im modernen Bombay zu leben. Sindhis hatten es ihm in Karachi nicht leicht gemacht. Anfänglich unterstützten Sindhis in den 1940er Jahren zwar enthusiastisch seine Bewegung für die Schaffung Pakistans. Bald verwehrten sie ihm die weitere Gefolgschaft. Allen voran ihr Lokalpolitiker G. M. Syed. Nichtsdestotrotz gibt es vieles in dieser Stadt, was an Jinnah erinnert. Hier befindet sich in seinem angeblichen Geburtsort ein Museum. Auch wurde die historisch größte Straße der Stadt, die Bundar Road, nach ihm benannt. Der Blick schweift entlang dieser Straße, der heutigen M. A. Jinnah Road, zum Jinnah-Mausoleum. - Bilderinfos: Jinnah und Karachi
Beschreibung: Eingang zum Grabmahl Abdullah Shah Ghazi, der als Sufi-Heilliger der Stadt verehrt wird. Das Mausoleum (Dargah) liegt auf einem Hügel von dem aus der Strand von Clifton überschaut werden kann. Abdullah Shah Ghazi sei ein Umayyiden-General gewesen, der zu Beginn des Achten Jahrhunderts mit arabischen Truppen Teile des Sindh eroberte. Zum eigentlichen Grabmahl, das von der grün-weißen Kuppel überdacht ist, strömen täglich zehntausende von religiösen Bittstellern und Anhängern. Viele sprechen dort oftmals ihre Gebete an den Verstorbenen und legen an dessen Grab symbolisch Gaben für ihn ab (Blumen und Tücher). Essen und Almosen werden an Arme verteilt. - Bilderinfos: Dargah Abdullah Shah Ghazi
Beschreibung: Ein muslimischer Mendikant bettelt vor der Ziarat (Heiligenschrein) des Schutzheiligen von Karachi, Abdullah Shah Ghazi (8./9. Jhd), in Clifton. Das direkt am Meer gelegene Stadtviertel Clifton ist bekannt als ruhiges Wohngebiet für die Begüterten und als Strandausflugsziel für gebeutelte Großstädter. Der Schrein des Heiligen, der ein direkter Nachkomme des Propheten Mohammad sein soll, ragt hoch über die Küstenlandschaft auf und stellt sogar ein nahe gelegenes Einkaufszentrum in den Schatten. Nur ein paar hundert Meter von diesem muslimischen Heiligtum entfernt befindet sich ein ebenso bedeutender Hindu Tempel: die Sandsteinhöhle des Shri Ratneshwar Mandirs. Anstatt aufzuragen duckt sich diese Kultstätte vielmehr in die neu entstandenen Gartenanlagen Cliftons hinein und man muss aufpassen, um nicht an ihr vorbeizulaufen. Der schwarzgekleidete Bettler würde sicher auch vor dem Hindu Heiligtum als Sadhu durchgehen und seine Almosen bekommen. - Bilderinfos: Am Schrein (Ziarat) von Abdullah Shah Ghazi
Beschreibung: Karachi liegt am Arabischen Meer. Das macht das Klima in der Stadt auch so angenehm. Diese Lage ermöglicht auch ein einzigartiges Freizeitangebot auf dem Subkontinent. Karachi ist zwar nicht das Cannes Südasiens, doch nutzen seine Bewohner gern die allerdings wenig ausgebaute Strandpromenade zu Spaziergängen. An Sonntagen strömen viele Besucher an den Strand von Clifton. Hier kann man auf Kamelen oder Pferden reiten oder den nahe gelegenen Rummelplatz besuchen. Baden ist jedoch im prüden Pakistan eher verpönt und hier auch aufgrund der Verschmutzung des Meeres nicht möglich. Dazu muss man in einer eher umständlichen Fahrt ungefähr 30 km vor die Stadt fahren. Das Foto schweift vom Pavillon am Strand von Clifton auf das Arabische Meer. - Bilderinfos: Das Meer
Beschreibung: Der Strand in Clifton ist für einen Großteil der Bevölkerung, die sich einen Ausflug leisten kann, ein willkommenes Ausflugsziel. Allerdings wird dort aufgrund islamischer Moralvorstellungen kaum geschwommen. Die Ausflügler haben ein Angebot von anderen Amüsementmöglichkeiten zur Verfügung: Ein Ritt am Strand ist allzeit beliebt. - Bilderinfos: Cliftonride
Beschreibung: Amerikanische Fast-Food-Ketten haben sich längst in der islamischen Republik etabliert und sind für die besser verdienenden Bevölkerungsteile Ausdruck moderner Küche. Der "Drive-in" in Clifton wird von vielen besonders am Abend und am Wochenende besucht. - Bilderinfos: Beachburger
Beschreibung: Ein heute (März 2007) noch in Karachi gängiges japanisches Modell, das in Tokio sicher schon ausgedient hat. Das dazugehörige Taxi war sicher noch um eine Generation älter. Obwohl sehr viele Taxen in Karachi mit diesem Museumsstück ausgerüstet sind, ist es fast unmöglich einen Taxifahrer zu finden, der bereit wäre, es anzuschalten. Vielleicht weiß aber auch einfach niemand mehr, wie man diese Antiquität repariert und sie dient nur noch dazu, um anzuzeigen, dass das Taxi "For Hire" ist. - Bilderinfos: Taxameter
Beschreibung: Die Armut in der Stadt ist trotz wachsender Wirtschaftszahlen und dem Status als Finanzzentrum des Landes kaum übersehbar: An jeder Straßenkreuzung während der Rotphasen kommen Dutzende Bettlern an die wartenden Autos, um nach einer Spende zu fragen. Die Bettler sind teilweise stark körperlich behindert, können Mütter mit Säuglingen sein, oder es sind Kinder in Lumpen. Diese ältere Frau ist ebenfalls keine Ausnahme. Sehr oft handelt es sich um organisierte Bettelei, mit Mafia-ähnlichen Strukturen. Dadurch wird es für die Bewohner immer komplizierter zwischen individuell Bedürftigen und organisierten Bettlern zu unterscheiden. Doch religiöse und traditionelle Werte und die flehenden Augen der alten Frau lassen solche Gedanken natürlich in den Hintergrund rücken. - Bilderinfos: Bhikaran
Beschreibung: Das Alltagsleben in Saddar, dem Hauptgeschäftszentrum Karachis, ist geprägt von bunter Geschäftigkeit. Saddar bedeutet auf Urdu Zentrum, Vorstand oder Präsident. Dies ist einer der ältesten Stadtteile Karachis und da dieses Gebiet bereits zu kolonialen Zeiten das Stadtzentrum ausmachte, finden sich hier zahlreiche Beispiele kolonialer Architektur. Der Hauptmarkt in Saddar Bazaar ist der üblicherweise proppenvolle Bohri Bazaar, gegenüber dem berühmten Empress Market, dem größten Gemüsemarkt der Stadt. Der Bohri Bazaar besteht aus Hunderten von kleinen Läden, die sich in engen Gassen zu einem dichten Netz verflechten. Auf der Hauptstraße befinden sich nach außen hin die hier abgebildeten Kleiderläden. Auf dem Bild sieht man Kleinkinder, die außerhalb der Hauptgeschäftszeit in und auf dem Auto die Zeit vertreiben, während sie vermutlich mit einem Hausangestellten auf den Vater warten. - Bilderinfos: Saddar Bazaar
Beschreibung: Historisches Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit – Wohnhäuser, die sich trotz ihrer langen Vergangenheit auch heute noch in recht gut erhaltenem Zustand befinden. Fährt man durch die Straßen Karachis sieht man immer noch einige dieser sehenswerten Prachtbauten. Diese Straße im Süden Karachis mit den für Südasien typischen Verkehrsmitteln. - Bilderinfos: Saddarhouses
Beschreibung: Der Besitz von Gold und Schmuck sind in der Gesellschaft ein fester Bestandteil. Der exklusive Juwelier in der Zaibunnisa Street im innenstädtischen Saddar steht für das Karachi der Schönen und Reichen. Während viele Häuser in diesem (wohl ältesten) Teil der Stadt sich weitgehend selbst überlassen werden, strahlt dieses Gebäude in einem anderen Licht. - Bilderinfos: Tessori
Beschreibung: So wie Bombay, Delhi, Kalkutta oder Colombo erhielt auch Karachi unter britischer Kolonialherrschaft eine Tram als öffentliches Verkehrsmittel, die aber im Gegensatz zu anderen nie elektrifiziert wurde. Am 20. April 1885 wurde die erste Linie mit einer dampfbetriebenen Straßenbahn von Saddar zum neuen Hafen in Kimari eröffnet, die ein Jahr später durch eine von Pferden gezogene Bahn ersetzt wurde. 1909 wurde die Pferde-Bahn durch Wagen mit Benzinmotoren abgelöst. Als die Straßenbahngesellschaft 1955 ihren 70. Geburtstag feierte, waren 64 dieser Wagen in Betrieb. Das Bild zeigt einen Wagen der Bahn im Winter 1972/73, wenige Jahre bevor sie am 30. April 1975 ihren Betrieb einstellte. Heute sind etwa 15.000 Busse das Rückgrat des "öffentlichen" Personennahverkehrs. Mehr als zwei Drittel der Pendler nutzen die 8.000 privat betriebenen Minibusse, deren Betrieb eine Form der "ethnischen Ökonomie" darstellt, die von Einwanderern aus dem Norden Pakistans beherrscht wird: Ein Dutzend Geldverleiher dominiert die Vergabe von Krediten zu Wucherzinsen für den Kauf von Bussen an Kleinunternehmer, die üblicherweise aus den gleichen Distrikten stammen wie sie. Angeblich hat diese "Transport Mafia" erheblich zur Verkehrsmisere in Karachi beigetragen. Nicht nur, dass ihre Busse, für die es keine Haltestellen, zentralen Depots oder Werkstätten gibt, auch im Stillstand die Straßen verstopfen; ihr wird auch nachgesagt, durch Korruption und politische Einflussnahme gezielt die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs sabotiert zu haben. Gegenwärtig planen die Stadt- und Provinzregierung verschiedene ÖPNV-Initiativen zur Verbesserung der Verkehrsprobleme, u.a. eine Wiederbelebung der 1964 eröffneten Ringbahn, die 2001 ihren Betrieb eingestellt hat, den Bau einer Magnetschwebebahn und eine "Light Rail" Hochbahn. - Bilderinfos: Straßenbahn
Beschreibung: Der Empress Market gehört zu den ältesten Märkten Karachis. Erbaut wurde er von 1884 bis 1889 nach Plänen des Architekten James Strachan. Seinen Namen erhielt er zu Ehren von Königin Victoria, seinerzeit Kaiserin von Indien. Als der Markt am 21. März 1889 eröffnet wurde, bot er Platz für 280 Läden, die in vier Galerien Platz fanden, die sich zu seinem 30x40 Meter großen Innenhof hin öffnen. Damit wird seine Kolonialarchitektur in Größe und Ausstattung nur vom Crawford Market in Mumbai übertroffen. Von Süden her betritt man den Empress Market durch einen 43 Meter hohen Uhrenturm. Nördlich und westlich des Marktes befinden sich mehrere weitere, kaum befestigte Bazaare. Der Empress Market liegt im Zentrum Karachis im Viertel Saddar, wo sich neben dem Sitz der Provinzregierung des Sindh auch die zentralen Bus- und Bahnstationen befinden. War der Empress Market zu seiner Gründung einer von sieben von den Kolonialherren errichteten Märkte, konkurriert er heute nach Angaben der Stadtregierung mit mehr als 70 Shoppingzentren. Gleichwohl sind der Empress Market und die umliegenden Straßen immer noch das zentrale Einkaufsviertel der 14-Millionen-Metropole. Entsprechend geschäftig geht es dort zu: Mit einer durchschnittlichen Geräuschkulisse von 75 Dezibel gehört die Kreuzung vor dem Markt zu den lautesten Plätzen der Stadt. - Bilderinfos: Empress Market (1972)
Beschreibung: Auf dem Empress-Market werden neben Lebensmitteln und zahlreichen Utensilien für den Alltag auch Vögel – von Tauben, verschiedenen Arten von Wellensittichen bis hin zu Papageien – angeboten. Die Tiere dienen zur Zucht oder sie werden einfach als Haustiere gehalten. Man kann die Vögel aber auch kaufen, um sie anschließend freizulassen. Dies gilt als eine der Ausdrucksformen des Dankes gegenüber Allah - sadqa genannt. - Bilderinfos: Empress-Market (2006)