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Informationen zur Webseite suedasien.info und zum Südasien-Informationsnetz e.V. ...
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Südasien und Südostasien :
Die benachbarten Regionen haben nicht nur eine lange gemeinsame Geschichte, sondern sind auch heute in vielerlei Hinsicht miteinander verknüpft und mit ähnlichen Entwicklungen, Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Diese "Süd-Süd-Beziehungen" stehen im Zentrum des Themenschwerpunktes ...
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Ein Grund zur Erleichterung: Alle indigenen Kulturen auf den Andamanen- und Nikobaren-Inseln in der Bucht von Bengalen haben offenbar überlebt. Die einfache Lebensweise und das überlieferte Naturwissen der Ureinwohner trugen dazu bei. Die englische Menschenrechtsorganisation »Survival International« berichtete jetzt anhand erster zuverlässiger Beobachtungen über das Schicksal der fünf weitgehend isolierten Ethnien beider Inselgruppen. Die sechste und größte indigene Bevölkerungsgruppe der Nikobaresen hat jedoch schlimme Verluste erlitten.
Unbeschadet blieben die etwa 270 Jarawa, die in völliger Abgeschiedenheit in Reservaten auf den mittleren und südlichen Andamanen wohnen, weil sie sich zum Zeitpunkt der Katastrophe im Wald befanden. Die Mehrzahl der Onge, die von der indischen Regierung in zwei Siedlungen sesshaft gemacht wurden, flohen beim Rückzug des Meeresspiegels in höher gelegene Regionen ihrer Insel und retteten auf diese Weise ihr Leben. Eine Nachbargemeinde kümmert sich jetzt um sie und hat sie in einem Schulgebäude untergebracht.
Die Onge kennen die Dynamik des Ozeans über Zehntausende von Jahren ihres Inseldaseins. Im Jahre 1901 zählten sie noch über 670 Menschen; zur Zeit nur noch kärgliche 100. Hubschrauberflüge über die südwestlich der Andamanen gelegene Sentinel-Insel bestätigten, dass auch die dortigen Ureinwohner weiterhin existieren. Pfeile schwirrten zu den Hubschraubern empor; und zahlreiche Menschen zeigten sich am Strand. Die Sentilesen hüllen sich bis heute in Geheimnisse. Niemand kennt ihre Zahl und ihre Lebensart. Es mögen noch 50 bis maximal 250 Angehörige sein. Das Betreten der Insel ist schwer möglich, Helikopter können dort nicht landen.
Keine zuverlässige Kunde traf bisher über die letzten 41 Großen Andamanesen ein. Ebenso wenig über die etwa 380 Leute zählenden Shompen, eine isolierte Volksgruppe der Nikobaren. Erste Anzeichen sprechen jedoch auch hier fürs Überleben, denn auch ihr Hauptaufenthaltsraum ist der Wald und nicht die Küstenregion. Die noch 30000 Menschen zählende Ethnie der Nikobaresen verlor alle zwölf Dörfer auf der Insel Car Nikobar und hat viele Tote zu beklagen. Die Nikobaresen betreiben Gartenbau und leben nicht mehr vom Wald. Größtenteils sind sie zum Christentum bekehrt. Bereits vor 60000 Jahren – so meinen Völkerkundler – ließen sich die Ureinwohnervölker auf den Andamanen und Nikobaren nieder. Sie kamen von Afrika her.
In ihrer Kultur gleichen sich die Ethnien bis heute; fast alle sind Jäger und Sammler des Waldes, viele auch Fischer der Meeresküste. Das Vordringen der britischen, später indischen Kolonisatoren hat sie an den Rand ihrer Existenz gedrängt. Immer größere Teile ihrer angestammten Wälder wurden inzwischen für Landwirtschaft, Straßenbau, Holzeinschlag und die Dörfer inselfremder Siedler erschlossen.
Quelle: Der Text erschien am 4. Januar 2005 auf der Nord-Süd-Seite der Tageszeitung "Neues Deutschland".
Dieser Beitrag gehört zum Schwerpunkt: Der Tsunami im Indischen Ozean .
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