31.
Mai
2008
Insbesondere seit den Anschlägen vom 11. September 2001 zeichnet sich im globalen Maßstab die Tendenz ab, im Rahmen des sogenannten "War on Terror" systematisch Menschen- und Bürgerrechte einzuschränken. Insbesondere in Staaten, in denen demokratische Standards, Institutionen und Verfahrensweisen (noch) nicht sehr gefestigt sind, besteht die Gefahr, dass dieser "Kampf gegen den Terror" gravierende negative Auswirkungen auf demokratische Entwicklungen und die Lage der Menschenrechte hat. So werden unter Zuhilfenahme des Etiketts "Terrorist" die Sicherheitsgesetze oftmals auch gegen legitime kritische und oppositionelle Kräfte eingesetzt. Während Menschenrechtsverletzungen in Europa, Nordamerika, im Nahen Osten und Zentralasien in diesem Kontext bereits größere Beachtung gefunden haben, trifft dies auf die Situation in Ost-, Südost- und Südasien kaum zu.
Das Seminar will...
- auf diese Entwicklungen aufmerksam machen und die hiesigen Debatten über die Anti-Terrorismus-Gesetzgebung um die asiatisch Dimension erweitern.
- exemplarisch die Auswirkungen der Gesetze zur Terrorismusbekämpfung auf die Menschenrechtslage in fünf asiatischen Ländern (Südkorea, Philippinen, Indien, Singapur und Malaysia) und in Deutschland untersuchen.
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